2014 - Italien - 28.09.2014 - 12. Tag

Kategorie: Italien Veröffentlicht: Samstag, 18. Oktober 2014 Geschrieben von Timmi

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28.09.2014 - 12. Tag

0km Rom

Sieben fünf drei – Rom kriecht aus dem Ei – und wir standen um 7 Uhr am 28.09.2014 auf. Zwischen internationalen Reisenden, die alle das gleiche Ziel verfolgten, genossen wir wieder mal ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Punkt 9 Uhr wurde der vom Hotel bereitgestellte Shuttlebus geentert und brachte uns in einer 20 minütigen Fahrt zum Vatikan als Ausgangspunkt der Erkundungen.

Es war ein schöner Sonntag, der erste für uns in Rom, Die Sonne brannte so, als hätte sie's gewusst. Die Luft war flirrend heiß und um nicht allein zu sein sagte R1-Harald zu den andern, ich hab' heut für Euch Zeit.

Timmi auf dem Petersplatz im VaticanKurz vor Erreichen des Vatikans berührten und historische Emotionen. Wir waren an der Mauer und eine nicht endende Schlange von Menschen säumte den Bürgersteig entlang der Mauer. Nein es war nicht Berlin anlässlich des Mauerfalls. Es war Rom, die Mauer des Vatikans und alle wollten in die Vatikanischen Museen mit seinen auf über 1.400 Räume verteilte päpstliche Kunst- und Antikensammlung.

Nein, hier stellen wir uns nicht an. Raus aus dem Bus und direkt den Petersplatz begutachten. Allerdings war das nicht so einfach, da alle Besucher vorm Betreten umfangreiche Secutity-Checks durchlaufen durften. Geschafft, endlich auf dem Platz. Wir kamen uns vor, wie bei einer großen Openair-Veranstaltung. Überall riesige Leinwände und eine große Bühne. In der Mitte viele Stühle, doch die Sitzplätze waren alle schon vergeben.

Wie schon gesagt, es war Sonntag und wir wussten nicht viel. Irgendwann merkten auch wir, dass auf der Bühne besondere Stellvertreter ihre Auftritte zelebrierten. Wir erlebten in der Tat den amtierenden Papst Franziskus und seinen Vorgänger Benedikt XVI. bei einem gemeinsamen Auftritt. In den Gesichtern der Anwesenden konnten wir erahnen, welche Bedeutung alles für die gläubigen Katholiken hat.

Trevi Brunnen mit Gerüst und ohne WasserDie Zugabe schenkten wir uns und machten uns „vom Hof“. Abschließend zu diesem Highlight ist zu bemerken, dass für Timmi der Besuch zu lange dauerte, R1-Harald unter den Besuchern überwiegend junge Frauen in heiratsfähigem Alter entdeckte, die sich nach seiner Interpretation von diesem Besuch den späteren Segen mit einem wohlhabenden Mann und viele Kinder erträumen. Bei Thomas ist man nicht sicher, ob er wirklich eine Postkarte geschrieben hat oder nicht doch für den Vatikan eine Asylantrag stellte. Es war äußerst schwer, ihn zum Weggehen zu motivieren und ließ sich nur mit dem Kauf eines T-Shirts im Hardrock-Cafe Rom bewegen.

Wir fanden eine Haltestelle für einen Hop-on, Hop-off Bus, der uns zu den weiteren Sehenswürdigkeiten Roms auf der anderen Seite des Tiber bringen sollte. Bewusst wird in diesem Bericht darauf verzichtet, objektiv die von uns in Rahmen der Stadtrundfahrt in Augenschein genommenen Sehenswürdigkeiten zu beschreiben. Hier gibt es ausreichend Literatur. Vielmehr sollen persönliche subjektive Eindrücke weitergegeben werden.

Das KolosseumEin unbeschreibliches Gefühl, nach den vielen Tagen in der Motorradbekleidung bei Sonnenschein und 28 Grad in leichter Sommerbekleidung sich offen durch das ewige Rom, wo es am allerrömischsten ist, fahren zu lassen. Überall belebten Menschen unterschiedlichster Herkunft die Straßen und Plätze und verrichteten die ihnen wichtigen Dinge. So führte uns die Bustour über die Piazza Navona (gilt als schönster Platz Roms), der Piazza Venezia (früherer Königssitz), zum historischen Kapitol, zum Fontana di Trevi, zur Spanischen Treppe, zum Forum Romanum, dem Circus Maximus und dem Kolosseum. Nur das Hard Rock Cafe mussten wir selbst finden.

Unser erster Stopp galt dem auf Fotos und in dem Film „La dolce Vita“ so imposant erscheinenden Trevibrunnen. Lag es vielleicht daran, das bei unserer Visite Anita Eckberg nicht badete oder der Brunnen wegen Renovierungsarbeiten trockengelegt und mit einem Gerüst verkleidet war, wir waren nicht sehr beeindruckt. Daher wurde auch in dem errichteten Behelfsbrunnen kein Geld geworfen. Übrigens, das Eis ist hier so teuer, dass wir uns keins gönnten.

Schon mal vom Bus runter, sollten jetzt die wichtigen Dinge des Aufenthalts in Rom erledigt werden. Das Hard Rock Cafe war fußläufig zu erreichen und drei Biker machten sich auf die Suche. Schöner Nebeneffekt war, dass wir auch an vielen Gebäuden vorbeikamen, die wir schon vom Bus aus sahen. Auf uns als Fußgänger hatten diese Gebäude eine andere Wirkung. Nachdem das T-Shirt im Hard Rock Cafe erworben wurde, enterten wir bei der nächsten Möglichkeit den „Cabrio-Bus“.

Dank des erfrischenden Fahrtwindes merkten wir nicht, dass die Temperaturen auf zwischenzeitlich über 30 Grad gestiegen waren. Doch vor uns tauchte das Kolosseum auf. Also wieder aussteigen und zu Fuß weiter. Was für ein gewaltiges, gut erhaltenes Stadion und schon so alt. Man muss dieses Bauwerk wirklich in Natur auf sich wirken lassen. Bilder können diese Eindrücke nicht vermitteln. Vom Kolosseum kämpften wir uns durch die Menschenmassen zum angrenzenden Forum Romanum. Schließlich wollten wir uns auch mal wie römische Herrscher fühlen und über historische Wege schreiten. Die Römer hatten es schon drauf, wie sie die Zentrale ihres Imperiums in Szene setzten.

Circus Maximus

Auch in der Antike gab es Rennstrecken, die vor den Toren der Stadt lagen. In diesem Fall handelte es sich um den Circus Maximus, der mit einer Speedway-Rennbahn vergleichbar wäre. Leider sind die Tribünen und Boxenanlagen nur noch in einer Kurve minimal zu vorhanden Die gesamten Abmessungen der Rennbahn waren allerdings deutlich zu erkennen. In unserer Fantasie gab Egon Müller (Ben Hur) richtig Gas (schwang die Peitsche) und sah als erster die schwarz-weiße Flagge.

Thomas, R1-Harald und Timmi vor der Spanischen TreppeAber dass war noch nicht alles, was wir sehen wollten. Es fehlte in der Sammlung noch die Spanische Treppe und die angrenzenden Via Condotti, in der Edelboutiquen ihren Standort haben. Wiedermal Bus fahren und auch noch dieses Highlight mitnehmen. Gesagt – getan. Auch vor der Spanischen Treppe wuselten die Touristen. Beim Schaufensterbummel vor den Modegeschäften wurde uns bewusst. „We are not born with a golden spoon“. Aber Hunger hatten wir dennoch bekommen. Es gab wiedermal typisch italienisch P & P.

Die Mauer vom VaticanMit dem vollen Bauch wollten wir nicht mehr laufen und der Tag neigte sich auch bald dem Ende zu. An der nächsten Haltestelle wurde wieder der Hop-on, Hop-off Bus erklommen, der uns zum Vatikan bringen sollte. Irgendwie hatten wir eine falsche Haltestelle erwischt und durften somit die Stadtrundfahrt noch einmal erleben.

Letztendlich brachte uns der Shuttlebus des Hotels vom Vatikan zurück in unsere Unterkunft, die wir geschafft, aber auch überbewältigt von den Erlebnissen, gegen 20 Uhr erreichten.

Die Bilder des 12. Tages findet Ihr hier.

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