2014 - Italien

Kategorie: Italien Veröffentlicht: Samstag, 18. Oktober 2014 Geschrieben von Timmi

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Hallo Leute,

auf den folgenden Seiten findet Ihr die Beschreibungen der einzelnen Tage unserer Italien Tour des Jahres 2014. Mit dabei waren Thomas, R1-Harald und ich.

Vorbereitung:
Eigentlich keine, außer das wir gegen Ende April unsere Fähre von Genua nach Palermo gebucht haben.

Zurückgelegt haben wir ca. 6.000km in 18. Tagen.

Viel Spaß beim lesen
Timmi

Auf der Karte seht Ihr die einzelnen Tagesetappen in unterschiedlichen Farben.


17.09.2014 - 1. Tag

875km von Molfsee nach Neselwang

Rast an der A7R1-Harald und ich starteten sehr früh in unseren ersten Tag, da wir den morgentlichen Stau um Hamburg umgehen wollten. Somit drehten sich unsere Räder schon gegen 5:40. Unser erster Stopp war der Autohof Soltau, wo wir uns mit Thomas trafen. Das Ziel des Tages war die Pension Silberdiestel in Nesselwang, welche wir schon 2012 für unsere erste Übernachtung genutzt hatten. Dieses mal hatten wir ein sehr großes Familienzimmer (ca. 80€ inkl. Frühstück). Nachdem wir gegen 16:30 die Pension erreicht haben ging es frisch geduscht und entspannt zum Abendessen in das Brauerei-Hotel Post in Nesselwang.

Die Bilder des 1. Tages findet Ihr hier.


18.09.2014 - 2. Tag

534km von Neselwang nach Genua (Italien)

Tanken in Imst in ÖsterreichAuch am zweiten Tag mussten wir wieder ein paar Kilometer machen, da wir ja unsere Fähre in Genua erreichen mussten. Erst einmal begangen wir den Tag aber mit einem herrlichen Frühstück. Danach ging es dann über den Fernpass, Ims nach Landeck. Dort mussten wir einen kleinen Stopp einlegen, da unsere Kollegen im Büro ein paar Probleme hatten.

Nach ca. 30 Minuten hatten wir eine Lösung gefunden und somit ging es weiter Richtung Nauders am Reschenpass. Wir bogen allerdings schon vor dem Reschenpass ab in die Schweiz. Auf bestem Asphalt ging es dort über St. Moritz zum Malojapass. Das Wetter wurde in der Schweiz allerdings immer schlechter und nach St. Moritz waren wir dann auch in den Wolken. Die Temperatur sank auf lausige 10 Grad bei leichtem Regen. Somit konnte man die schöne Südrampe des Malojapasses nicht wirklich genießen.

Unsere FähreAb Chiavenna wurde das Wetter wieder besser und am Comer See war es dann wieder warm. Da wir sowohl in Landeck als auch durch den Nebel ein wenig Zeit verloren hatten, nahmen wir die Schnellstraße auf der östlichen Seite des Comer Sees Richtung Mailand. Von dort ging es dann über die Autobahn weiter nach Genua, welches wir gegen 20 Uhr erreichten. Nachdem wir am Fährterminal eingecheckt hatten, konnten wir uns das Treiben am Hafen anschauen. Gegen 22:30 ging es dann auf die Fähre.

Die Bilder des 2. Tages findet Ihr hier.


19.09.2014 - 3. Tag

813km von Genua nach Palermo

Blick auf SizilienHeute konnten wir alles ganz ruhig angehen lassen, allerdings war das Frühstücksbuffet, auf der Fähre, nur für 1,5h geöffnet. Leider hat sich bei Tageslicht dann doch unser Eindruck vom Abend bestätig! Die Fähre bot nicht viel Programm. Da sind wir ganz andere Sachen von den Colorline Fähren gewohnt.

Pünktlich gegen 19 Uhr erreichten wir dann Palermo. Es waren immer noch an die 30° als wir aus dem Bauch der Fähre fuhren. Unser Hotel (Ibis) lag gleich gegenüber des Anlegers. Somit mussten wir uns nicht gleich in den süd-italienischen Verkehr stürzen. Nach ca. 3 Minuten Fahrzeit erreichten wir den Parkplatz vom Hotel.

Unsere FähreNach einer Dusche ging es dann ab in die Stadt zum Essen. Schnell war ein gutes Lokal ausgemacht und die leckeren Pizzen verputzt. Danach ging es dann weiter auf die Piazza Ruggero Settimo. Dort gab es live Musik vom Chor mit Orchester. Später am Abend gingen wir dann nochmal auf die Dachterrasse unseres Hotels und genossen den Ausblick über den Hafen von Palermo.

Die Bilder des 3. Tages findet Ihr hier.


20.09.2014 - 4. Tag

311km von Palermo nach Piazza Amerina

Rast im SchattenNach einem gutem Frühstück auf dem Dach unseres Hotels in Palermo, begaben wir uns gegen 10 Uhr auf den Rückweg nach Deutschland. Ziel war die Gemeinde Piazza Armerina da wir uns dort die Villa Romana del Casale, eine spät römische Villa, anschauen wollten. Der Weg dorthin führte uns durch das hügelige Hinterland von Sizilien.

Da wir bei ca 29° Palermo verließen, freuten wir uns als es an den Bergen etwas frischer (26°) wurde. Die Freude wehrte allerdings nicht lange! Im laufe des Tages stieg das Thermometer bis auf 38°. Durchschnittlich waren es aber immer so um die 35°.

Unsere UnterkunftDie Straßen wie auch die Landschaft waren sehr interessant. Es gab aber sehr wenig Bäume und überall brante es. Die Löschflugzeuge und Helikopter haben uns ständig begleitet. Gegen Abend erreichten wir Piazza Armerina und entschlossen uns den Besuch der Villa auf morgen zu verschieben. Als Unterkunft haben wir das wunderschön angelegte Agritorismo Leano gefunden. Nach einen sehr entspannenden Bad im Salzwasser Pool! und einem SUPER Essen vielen wir Abends ins Bett.

Die Bilder des 4. Tages findet Ihr hier.


21.09.2014 - 5. Tag

142km von Piazza Amerina nach Nicolosi

Thomas und R1-Harald an der Villa RomanaAuch das Frühstück im Agritorismo Leano ließ keine Wünsche offen. Somit starteten wir gegen 9 Uhr zur Villa Romana. Nach ca. 20 Minuten erreichten wir den Parkplatz vor der Villa. Die Temperatur betrug zu diesem Zeitpunkt auch schon wieder um die 30°. Zum Glück war die Villa überdacht und somit die Temperatur noch erträglich. Die Villa als solches ist ein Unesco Weltkulturerbe und für die sehr gut erhalten Mosaiken bekannt. Diese waren auch wirklich toll anzuschauen. Eigentlich war auf dem Gelände Fotographierverbot, allerdings hielten sich die Italiener nicht daran und nach ein paar Metern hatten auch wir unsere Kameras wieder gezückt.

Nach der Besichtigung der Villa haben wir beschlossen unsere heute Tour ein wenig zu verkürzen und die Alcantara Schlucht auf den nächsten Tag zu verschieben. Die Temperatur war nämlich schon wieder auf 34° geklettert und somit entschlossen wir uns für einen kurzen Tag auf dem Motorrad.

Usere Motoräder parkten direkt am PoolUnser Hotel lag am Süd-Rand des Ätnas, welcher am nächsten Morgen besichtigt werden sollte. Auf wunderschönen Straßen ging es immer weiter in die Richtung des Feuerspuckers. Je näher wir dem Ätna allerdings kamen, um so dreckiger wurde der Straßenrand. Selbst auf Müllkippen sieht es bei uns nicht so dreckig aus!

Unser heutiges Hotel Biancaneve hatte einen sehr schönen Pool mit Blick auf den Ätna. Am Abend ging es dann per Anhalter in die Stadt zum Essen.

Die Bilder des 5. Tages findet Ihr hier.


22.09.2014 - 6. Tag

152km von Nicolosi nach Torre Faro

Parkplatz am ÄtnaAm heutigen Tag stand der Ätna auf dem Programm. Mit unseren Motorrädern fuhren wir bis zur Seilbahnstation auf ca. 2.000m. Wir entschieden uns für die Fahrt bis auf ca. 3.000m, welche 60€ pro Person gekostet hat. Die Seilbahn fährt bis ca. 2.500m, danach steigt man in 4x4 Busse, welche die Touristen bis auf knapp 3.000m bringen. Dort oben gab es dann noch eine Führung in den Krater von 2002. Dort oben war es sehr windig und der Staub verursachte schmerzen im Gesicht. Allerdings war die Temperatur sehr angenehm, im Vergleich zu den letzten Tagen.

Eisenbahnbrücke in der nähe der AlcantaraschluchtGegen 12 Uhr waren wir wieder bei unseren Motorrädern und der Parkplatz voll mit Bussen. Der nächste Stopp war die Alcantara Schlucht. Die Schlucht als solches ist sicher sehr nett, allerdings hatte nach dem anstrengenden Besuch des Ätna ein Snack im Restaurant absoluten Vorrang. Und so musste ein Blick von Oben in die Schlucht genügen.

Beim einnehmen des Snack machten wir uns auf die Suche nach einem Hotel für die Nacht. Wir entschieden uns für ein Hotel in Torre di Faro, an der Straße von Messina. Das Hotel sollte wohl mal ein Ressort werden, wurde aber nicht richtig fertig gestellt. Die Zimmer waren aber sehr gut und ein leckers Restaurant für das Abendessen war auch schnell gefunden.

Die Bilder des 6. Tages findet Ihr hier.


23.09.2014 - 7. Tag

242km von Torre Faro nach Gatanzaro Lido

Die Straße von MessinaNach einem gutem Frühstück ging es wieder zurück nach Messina. Heute morgen hielt sich das Chaos in Grenzen und wir erreichten doch recht einfach die Fähre nach Villa San Giovanni. Nachdem wir unser Motorräd mit Benzina gefüllt hatten, ging es dann auch gleich in den Parco nazionale dell’Aspromonte. Die Landschaft wechselte vom vertrockneten Braun zu Regenwald-Grün und auf den Straßen war nicht viel los. Eigentlich gar nix.

Gegen Nachmittag entschieden wir uns noch ein paar Kilometer zu machen und fuhren an das Ionische Meer. Auf der E90 fuhren wir dann noch einige Kilometer bis nach Catanzaro Lido wo wir im Grand Hotel Paradiso den Abend am Pool ausklingen ließen.

Die Bilder des 7. Tages findet Ihr hier.


24.09.2014 - 8. Tag

354km von Gatanzaro Lido nach Acropoli

Starker RegenNach einem gutem Frühstück mit einem schönen Ausblick auf das Ionische Meer starteten wir in den Tag. Allerding war uns schon klar, das es heute eine regenen würde. Nach ein paar Kilometern und den ersten Regentropfen war es dann auch schon so weit. Wir zogen unsere Regensachen ein und an. Ich habe allerdings gedacht, dass es wohl nicht so schlimm wird und habe nur die Membran in meine Jacke gezogen. Es dauerte nicht einmal eine Stunde, da war mir schon klar, dass ich einen Fehler gemacht hatte. Es regnete wie aus Eimern und nach einiger Zeit lief das Wasser an meinen Beinen runter in die Stiefel. Nur mein Oberkörper war schön trocken.

Schwarzer StrandIrgendwann hörte es dann wieder auf mit dem Regen und ich fing an zu trocknen. Aber auch diese Trockenperiode hielt nicht lange und somit entschloss ich mich doch noch meine Membran in die Hose zu ziehen. Weise Entscheidung!!! Als wir dann am Tyrrhenisches Meer angekommen waren wurde es immer besser und die Sonne kam wieder richtig raus. Somit hieß es auf einer Tankstelle erstmal ein Pause einlegen und die Klamotten etwas trocknen lassen.

Auch weiter Richtung Norden war das Wetter unbeständig und somit hing zum Beispiel der Christus von Maratea in den Wolken und immer wieder gab es auch ein paar Tropfen.

Gegen Abend wurde es aber immer besser. Mit dem letzten Sonnenstrahlen erreichten wir dann auch unser Hotel in der Nähe von Paestum, welches wir morgen besichtigen wollen.

Die Bilder des 8. Tages findet Ihr hier.


25.09.2014 - 9. Tag

179km von Acropoli nach Caserta

Das Etappenziel Agropoli wählten wir, um ausgeruht zu überlegen, wie der weitere Verlauf der Reise gestaltet werden könnte (geplante Sehenswürdigkeiten wie Paestum, Amalfiküste, Vesuv, Pompeji, Neapel, Caserta, Rom und letztendlich Venedig).

Mitten in der Nacht wurden alle durch eine „Explosion“ aus dem Tiefschlaf gerissen. Was war passiert? Krieg – Terror – Naturkatastrophe? Richtig, wir wurden von einem heftigen Gewitter mit Starkregen überfallen. Nachdem das geklärt war, versuchten wir bis morgens weiter zu schlafen.

Die Truppe in PaestumGroße Krisensitzung beim leckeren und langgezogenem Frühstück. Wie wird das Wetter? Wohin fahren wir? Wie weit kommen wir? Manche Probleme erledigen sich von selbst. Da die Servicekraft schon nach R1-Harald`s 4. Cappuccino nicht mehr ganz so freundlich servierte, hat diese Dame uns gegen 10 Uhr darauf hingewiesen das wir auszuchecken haben. Was soll´s. Der Himmel wurde blau und wir begaben uns auf dem Weg in die nur wenige Kilometer entfernte antike Stadt Paestum mit den im 5. Jahrhundert vor Christi von griechischen Siedlern erbauten Tempel.

Nachdem die Eintrittskarten gekauft waren, begaben wir uns für 2 Stunden auf die Erkundung dieser historischen Sehenswürdigkeit und stellten im Nachhinein fest, dass wir den Eintritt hätten sparen sollen. Die Tempel von außen zu sehen, hatte gereicht. Nun ja, vielleicht wurde hier der Grundstein gelegt, dass uns für eine Besichtigung von Pompeji die Überzeugung fehlte.

Nette Damen auf dem Weg zur HochzeitsfeierDa die Sonne uns weiterhin lockte, wollten wir dann unbedingt die Amalfieküste befahren. Also ging es auf dem schnellsten Weg Richtung Salerno, um von dort auf die Traumstraße Amalfitana zu gelangen. Die Amalfitana erstreckt sich ca. 50 km als kleine, enge und kurvenreiche Küstenstraße mit einem atemberaubendem Blick auf den azurblauen Golf von Salerno wie in die Felsen modelliert bis zu 100 Meter über dem Wasser. Zu bestimmten Tageszeiten und auf besonderen Streckenabschnitten ist die Straße wegen der schmalen Breite und überhängender Felsen für Wohnmobile und Busse gesperrt.

AmalfitanaAuf Grund der hohen Verkehrsdichte kamen wir allerdings nicht so Recht vorwärts (wir standen mehr als wir fuhren) rannt und der Tag davon. Daher machten wir uns gegen 18 Uhr in dem malerischen Ort Praiano Gedanken über einen Schlafplatz. Da das Regenradar für den Golf von Neapel schlechtes Wetter vorhersagte und wir auch schon wieder Regenwolken sahen, fiel die Entscheidung nicht schwer. letzt Rast in der Nähe von CasertaWir wollten auf den schnellsten Weg nach Caserta. Das Hotel wurde gleich gebucht. Wir fuhren gezwungener Maßen die Amalfitana zu Ende und erreichten den Golf von Neapel. Die Etappenziele „Vesuv und Pompeji“ wurden wegen des einsetzenden Regens ignorriert. Stattdessen führte und die Autobahn fast direkt vor unser Hotel in Caserta, welches wir allerdings erst nach Einbruch der Dunkelheit erreichten.

Nach dem Beziehen des Zimmers fanden wir auch in Caserta wiedermal eine typisch italienische Pizzeria für Speis und Trank.

Die Bilder des 9. Tages findet Ihr hier.


26.09.2014 - 10. Tag

302km von Caserta nach Silvi Marina

Skigebiet in den AbruzzenDer 10. Tag begrüßte uns wieder mit bestem Wetter. Nach einem tollem Frühstück im Grand Hotel Vanvitelli fuhren wir zum Palast von Caserta. Dieser zählt zu den größten Barokbauten Europas und hat mehr als 1200 Zimmer. Wir fanden den Schloss und den Park allerdings war die Beschilderung und das finden eines geeigneten Parkplatzes doch recht schwer. Somit entschlieden wir uns für die Umrundung und machten uns danach wieder auf unseren Weg. Dieser führte uns zunächst über einige Pässe Richtung Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise. Dort erreichten wir dann den Ort Scanno und ein wenig später auch die sogenannte Scanno Schlucht.
Die Scanno SchluchtEs war ein Gefühl, als wenn wir in einem Trichter auf die engste Stelle zu fuhren. Aber auch Trichter haben ein kleines Loch. Die steilen Wände und engen Kurven nahmen uns jede Sicht. Auch war der kleine Fluss, der zwischen uns und der anderen Gebirgswand lag, kaum zu sehen, Doch wir fanden das Loch und entkamen dieser „Hölle“.
Weiter ging es über leere Straßen bis und ein Schild die Straße verspeerte. Nachdem uns die Ortskundigen zum umdrehen geraten hatten, ging es leider über größere Straßen, recht schnell, nach Pescara.
Schon von Weitem rochen wir das Mittelmeer und den Fischereihafen. Wie wir die verschiedenen Boote und das blaue Wasser sahen, wollten auch wir baden. Aber erst mal fuhren wir weiter.
Gleich geht es zum badenVon dort ging es immer die Strandpromenade entlang bis zu unserem wunderbaren Hotel Abruzzo Marina.
Bein Einchecken wurden die Badehandtücher bestellt. Im Zimmer angekommen rissen wir die Klamotten vom Leib und rannten wie abgehärtete „Nordlichter“, oder doch Kleinkinder, über den Strand ins Wasser. Es war schon sehr windig und wellig. Die Italiener schauten, als wären wir von einem andere Stern - und das bei 24 Grad Wassertemperatur. Die Wellen spülten uns Sand in die Badehosen. Stolz nahmen wir dieses Andenken mit aufs Zimmer und machten uns „landfein“ für die nächste Pizzeria.

Die Bilder des 10. Tages findet Ihr hier.


27.09.2014 - 11. Tag

368km von Silvi Marina nach Rom

Castel de MonteNach einem super Frühstück (es gab mal wieder Nutella) ging es sofort über keine Straßen wieder in die Abruzzen. Heute Stand dort nämlich ein absolutes Highlight auf dem Programm.
Als erstes erreichten wir den Ort Castel de Monte. In dem kleinem Ort wurde 2009 der Film The American gedreht. Nach dem Ort ging es dann immer weiter nach oben. Nach einigen Tonarti erreichten wird das Campo Imperatore. Es handelt sich hier um ein riesiges Plateau auf einer Höhe von 1.500 bis 1.900 Meter. Die 10km Sackgasse zum Skigebiet und zur Sternenwarte haben wir uns natürlich auch noch gegönnt.
Campo ImperatoreÜber durch eine atemberaubende Natur führen wir dann langsam wieder ins Tal. Von dort ging es dann weiter Richtung Rom.
Der Plan war Rom kurz vor der Dämmerung zu erreichen. Dieses hat auch recht gut geklappt und das erwartet Verkehrschaos belieb aus. Trotzdem war ich doch recht angespannt und froh als wir unser Moped, direkt neben der Lobby, abstellen konnten.

Die Bilder des 11. Tages findet Ihr hier.


28.09.2014 - 12. Tag

0km Rom

Sieben fünf drei – Rom kriecht aus dem Ei – und wir standen um 7 Uhr am 28.09.2014 auf. Zwischen internationalen Reisenden, die alle das gleiche Ziel verfolgten, genossen wir wieder mal ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Punkt 9 Uhr wurde der vom Hotel bereitgestellte Shuttlebus geentert und brachte uns in einer 20 minütigen Fahrt zum Vatikan als Ausgangspunkt der Erkundungen.

Es war ein schöner Sonntag, der erste für uns in Rom, Die Sonne brannte so, als hätte sie's gewusst. Die Luft war flirrend heiß und um nicht allein zu sein sagte R1-Harald zu den andern, ich hab' heut für Euch Zeit.

Timmi auf dem Petersplatz im VaticanKurz vor Erreichen des Vatikans berührten und historische Emotionen. Wir waren an der Mauer und eine nicht endende Schlange von Menschen säumte den Bürgersteig entlang der Mauer. Nein es war nicht Berlin anlässlich des Mauerfalls. Es war Rom, die Mauer des Vatikans und alle wollten in die Vatikanischen Museen mit seinen auf über 1.400 Räume verteilte päpstliche Kunst- und Antikensammlung.

Nein, hier stellen wir uns nicht an. Raus aus dem Bus und direkt den Petersplatz begutachten. Allerdings war das nicht so einfach, da alle Besucher vorm Betreten umfangreiche Secutity-Checks durchlaufen durften. Geschafft, endlich auf dem Platz. Wir kamen uns vor, wie bei einer großen Openair-Veranstaltung. Überall riesige Leinwände und eine große Bühne. In der Mitte viele Stühle, doch die Sitzplätze waren alle schon vergeben.

Wie schon gesagt, es war Sonntag und wir wussten nicht viel. Irgendwann merkten auch wir, dass auf der Bühne besondere Stellvertreter ihre Auftritte zelebrierten. Wir erlebten in der Tat den amtierenden Papst Franziskus und seinen Vorgänger Benedikt XVI. bei einem gemeinsamen Auftritt. In den Gesichtern der Anwesenden konnten wir erahnen, welche Bedeutung alles für die gläubigen Katholiken hat.

Trevi Brunnen mit Gerüst und ohne WasserDie Zugabe schenkten wir uns und machten uns „vom Hof“. Abschließend zu diesem Highlight ist zu bemerken, dass für Timmi der Besuch zu lange dauerte, R1-Harald unter den Besuchern überwiegend junge Frauen in heiratsfähigem Alter entdeckte, die sich nach seiner Interpretation von diesem Besuch den späteren Segen mit einem wohlhabenden Mann und viele Kinder erträumen. Bei Thomas ist man nicht sicher, ob er wirklich eine Postkarte geschrieben hat oder nicht doch für den Vatikan eine Asylantrag stellte. Es war äußerst schwer, ihn zum Weggehen zu motivieren und ließ sich nur mit dem Kauf eines T-Shirts im Hardrock-Cafe Rom bewegen.

Wir fanden eine Haltestelle für einen Hop-on, Hop-off Bus, der uns zu den weiteren Sehenswürdigkeiten Roms auf der anderen Seite des Tiber bringen sollte. Bewusst wird in diesem Bericht darauf verzichtet, objektiv die von uns in Rahmen der Stadtrundfahrt in Augenschein genommenen Sehenswürdigkeiten zu beschreiben. Hier gibt es ausreichend Literatur. Vielmehr sollen persönliche subjektive Eindrücke weitergegeben werden.

Das KolosseumEin unbeschreibliches Gefühl, nach den vielen Tagen in der Motorradbekleidung bei Sonnenschein und 28 Grad in leichter Sommerbekleidung sich offen durch das ewige Rom, wo es am allerrömischsten ist, fahren zu lassen. Überall belebten Menschen unterschiedlichster Herkunft die Straßen und Plätze und verrichteten die ihnen wichtigen Dinge. So führte uns die Bustour über die Piazza Navona (gilt als schönster Platz Roms), der Piazza Venezia (früherer Königssitz), zum historischen Kapitol, zum Fontana di Trevi, zur Spanischen Treppe, zum Forum Romanum, dem Circus Maximus und dem Kolosseum. Nur das Hard Rock Cafe mussten wir selbst finden.

Unser erster Stopp galt dem auf Fotos und in dem Film „La dolce Vita“ so imposant erscheinenden Trevibrunnen. Lag es vielleicht daran, das bei unserer Visite Anita Eckberg nicht badete oder der Brunnen wegen Renovierungsarbeiten trockengelegt und mit einem Gerüst verkleidet war, wir waren nicht sehr beeindruckt. Daher wurde auch in dem errichteten Behelfsbrunnen kein Geld geworfen. Übrigens, das Eis ist hier so teuer, dass wir uns keins gönnten.

Schon mal vom Bus runter, sollten jetzt die wichtigen Dinge des Aufenthalts in Rom erledigt werden. Das Hard Rock Cafe war fußläufig zu erreichen und drei Biker machten sich auf die Suche. Schöner Nebeneffekt war, dass wir auch an vielen Gebäuden vorbeikamen, die wir schon vom Bus aus sahen. Auf uns als Fußgänger hatten diese Gebäude eine andere Wirkung. Nachdem das T-Shirt im Hard Rock Cafe erworben wurde, enterten wir bei der nächsten Möglichkeit den „Cabrio-Bus“.

Dank des erfrischenden Fahrtwindes merkten wir nicht, dass die Temperaturen auf zwischenzeitlich über 30 Grad gestiegen waren. Doch vor uns tauchte das Kolosseum auf. Also wieder aussteigen und zu Fuß weiter. Was für ein gewaltiges, gut erhaltenes Stadion und schon so alt. Man muss dieses Bauwerk wirklich in Natur auf sich wirken lassen. Bilder können diese Eindrücke nicht vermitteln. Vom Kolosseum kämpften wir uns durch die Menschenmassen zum angrenzenden Forum Romanum. Schließlich wollten wir uns auch mal wie römische Herrscher fühlen und über historische Wege schreiten. Die Römer hatten es schon drauf, wie sie die Zentrale ihres Imperiums in Szene setzten.

Circus Maximus

Auch in der Antike gab es Rennstrecken, die vor den Toren der Stadt lagen. In diesem Fall handelte es sich um den Circus Maximus, der mit einer Speedway-Rennbahn vergleichbar wäre. Leider sind die Tribünen und Boxenanlagen nur noch in einer Kurve minimal zu vorhanden Die gesamten Abmessungen der Rennbahn waren allerdings deutlich zu erkennen. In unserer Fantasie gab Egon Müller (Ben Hur) richtig Gas (schwang die Peitsche) und sah als erster die schwarz-weiße Flagge.

Thomas, R1-Harald und Timmi vor der Spanischen TreppeAber dass war noch nicht alles, was wir sehen wollten. Es fehlte in der Sammlung noch die Spanische Treppe und die angrenzenden Via Condotti, in der Edelboutiquen ihren Standort haben. Wiedermal Bus fahren und auch noch dieses Highlight mitnehmen. Gesagt – getan. Auch vor der Spanischen Treppe wuselten die Touristen. Beim Schaufensterbummel vor den Modegeschäften wurde uns bewusst. „We are not born with a golden spoon“. Aber Hunger hatten wir dennoch bekommen. Es gab wiedermal typisch italienisch P & P.

Die Mauer vom VaticanMit dem vollen Bauch wollten wir nicht mehr laufen und der Tag neigte sich auch bald dem Ende zu. An der nächsten Haltestelle wurde wieder der Hop-on, Hop-off Bus erklommen, der uns zum Vatikan bringen sollte. Irgendwie hatten wir eine falsche Haltestelle erwischt und durften somit die Stadtrundfahrt noch einmal erleben.

Letztendlich brachte uns der Shuttlebus des Hotels vom Vatikan zurück in unsere Unterkunft, die wir geschafft, aber auch überbewältigt von den Erlebnissen, gegen 20 Uhr erreichten.

Die Bilder des 12. Tages findet Ihr hier.


29.09.2014 - 13. Tag

294km von Rom nach Ascoli Piceno

R1-Harald, Timmi und Thomas - im Hintergund Piano GrandeNach einem komplett mopedfreien Tag freuten wir uns wieder die Motorren zustarten. Aber als erses genoßen wir mal wieder ein sehr gutes Frühstück. Ich glaube auch hier gab es Nutella oder? Na ja, gut gestärkt ging es wieder in den römichen Verkehr, der auch am Montag morgen, nicht wirklich schlimm war. Die Temperaturen kletterten allerdings schnell und somit versuchten wir zügig ohne viele Ampeln Rom zu verlassen.
Dieses hat, dank Navi, auch wieder sehr gut funktioniert und somit befanden wir uns doch recht schnell wieder auf schönen und leeren straßen. Die Divise hieß auch heute wieder ab in die Abruzzen.
Ich muss schon sagen, die Abruzzen, sind ein echtes Highlight. Nix los, tolle Natur und gut Straßen. Heute hatte ich für die Jungs erneut etwas im Programm. Heute hieß es Piano Grande. Die AbruzzenEin riesiges Palteau! Auch fuhr man sehr schön den Berg hinauf und hinter einer Kuppe stand man dann plötzlich vor diesem atemberaubenden Bild. R1-Harald, Thomas und ich genoßen die Ruhe und den Ausblick für einige Zeit uns machten und dann langsam auf den Weg zu unserem Hotel.
Auch die heutige Wahl des Hotels war wieder genau richtig. TOP Zimmer und super Essen schlossen einen wunderschönen Tag erfolgreich ab.

Die Bilder des 13. Tages findet Ihr hier.


30.09.2014 - 14. Tag

373km von Ascoli Piceno nach Castelo

Heute stand nix wirklich auf dem Programm. Wir wollten entspannt über die Berge kommen und dann zügig Richtung Siena. Dieses hat auch wunderbar funktioniert. Der Vormittag war mal wieder geprägt von kleinen Straßen durch schöne Natur.
Kloster von AssisiDoch es wäre ein kultureller Frevel, auf dem Weg nach Perugia nicht das Anwesen des wohl geschichtsträchtigsten Einwohners dieser Region zu bestaunen. Also noch mal rauf auf einen Berg. Oben stand es, unübersehbar, das Gebäude des Franz von Assisi in der gleichnamigen Ortschaft. Rund um diese große mittelalterliche Burg bevölkerten hunderte von Touristen gebührenpflichtigen Parkplätze. Also fuhren wir ohne gebührenpflichtigen Stopp weiter.
Am Nachmittag fuhren wir auf der Schnellstraße nach Siena um uns dort die Altstadt anzuschauen. Diese ist nämlich ein UNESCO Weltkulturerbe. Da R1-Harald keine lust auf Bewegung hatte, konnte wir unsere Sachen bei den Motorrädern lassen. Dafür kauften wir Tabachi für R1-Harald.
Siena ist eine sehr schöne Stadt - hier die zentrale PiazzaDie Stadt war sehr schön und wir gingen durch kleine Gassen Richtung Piazza. Leider entschlossen wir uns zu spät für ein Eis und somit gab es nur Tabachi für R1-Harald.
Auf dem Weg zu unserem Hotel ist mit dann ein Navigationsfehler unterlaufen. Das Navi schickte uns ins Nirgendwo. Allerdings sah die Beschilderung gar nicht schlecht aus uns somit fuhren wir einige Kilometer in eine Schotterstraße. Nach ca. 5km und keinem weiteren Schild entschlossen wir uns die Adresse nochmal mit Google abzugleichen und stellten fest, das wir falsch waren. Nachdem das neue Ziel programmiert war ging es auf direktem Wege zum Hotel.
Dieses Hotel war das einzige Hotel in unserem Urlaub welches nicht gut war. Das Zimmer war wirklich sehr heruntergekommen, aber dafür sauber. Für eine Nacht war es aber noch OK.

Die Bilder des 14. Tages findet Ihr hier.


01.10.2014 - 15. Tag

287km von Castelo nach Rimini

Die Pässe waren alle in den WolkenTag 15. Auf nach Rimini hieß es heute, damit wir morgen bis 12 in Mestre und wenig später in Venedig sein konnten. Unser Plan war es aber davor noch dem kleinen Staat San Marino zu besuchen.
Doch um wieder an die Adria zu gelangen, mussten abermals Berge mit zwei Pässen bezwungen werden. Leider fing es auch noch leicht an zu regnen . Die Wolken hingen auf 800 Meter fest und auf den letzten 300 Höhenmeter nahmen und die Wolken die Sicht. Teilweise konnte man nur 10 Meter weit gucken. R1-Harald verlor auch noch das Rücklicht (das vom vorausfahrenden Timmi) und fuhr Schritttempo. Auf den nassen Straßen lag in dieser Höhe auch noch Laub. Die Wolken lösten sich auf und es konnte wieder Gas gegeben werden.
Dieses hat auch wie erwartet sehr gut funktioniert. Kleine Straßen brachten uns in das kleine Land. Auf dem Weg lagen allerdings einige Schweine-Mast-Betriebe, welche doch recht unangenehm gestunken haben.
Motorrad Parkplatz direkt an der Altstadt von San MarinoJeweiter wir Richtung Küste fuhren, um so schlechter wurde das Wetter. San Marino hing schon leicht in den Wolken. Trotzdem fuhren wir den Berg hinauf. Direkt am Eingang der alten Stadtmauer gab es einen Motorrad-Parkplatz. Von dort maschierten wir zum Eis essen und Postkarten schreiben in die Stadt. Als wir alles erledigt hatten, bemerkten wir das es sich nun richtig zu gezogen hatte und wir uns in den Wolken befanden.
Also nix wie runter Richtung Rimini.
Schnell war unser Hotel Baldinini gefunden und unser tolles Zimmer bezogen.

Die Bilder des 15. Tages findet Ihr hier.


02.10.2014 - 16. Tag

255km von Rimini nach Mestre

Nächstes Ziel erreicht - VenedigZiel unserer heutigen Etappe war die Lagunenstadt Venedig. Hierfür hatten wir schon vorher das Hotel Venezia in Mestre gebucht (Check-in ab 12:00 Uhr). Also galt es wiedermal früh raus aus den Federn und ab zum ausgiebigen Frühstück mit letztem Blick auf den „Teutonengrill“. Punkt 9 Uhr rollten unsere Räder über die Autostrada Richtung Venedig. Mit einem Tankstopp und einer weiteren Raucherpause an einem Rasthof (viele Reisebusse, die hier Touristen aus Fernost zum Schoppen „italienischer Spezialitäten“ vorbeibrachten) erreichten wir gegen 12:30 Uhr das Hotel.

Wiedereinmal waren wir von der freundlichen Art der Italiener gegenüber Motorradfahrern angetan. Die Fahrzeuge durften in einem gesicherten Innenhof abgestellt werden. Nach dem Abladen des Gepäcks und beziehen des Zimmers machten wir uns stadtfein für Venedig. An der Rezeption konnten die erforderlichen Bustickets nach Venedig und die Tickets für die öffentlichen Fährverbindungen in Venedig gekauft werden.

Canale GrandeWir waren uns während der Busfahrt schon bewusst, dass dieses unser letzter Urlaubstag in Italien war und freuten uns riesig auf die das, was uns erwartete. Über einen Damm wurden wir direkt in die Altstadt gebracht, Gegenüber den Hauptbahnhof starteten wir unsere Fußreise entlang den Kanälen und durch die kleinen Gassen. Unbedingt wollten wir auch den Canale Grande sehen, über die Rialtobrücke laufen und den Markusplatz erobern. Auch das Hardrock Cafe Venezia galt es zu finden. Wir erledigten alles. So nebenbei sahen wir auch viele Gondeln mit unterschiedlichen Touristen. (häufig waren viele an Bord und fotografierten alles, mal saßen Pärchen verliebt in den Gondeln und genossen die Zweisamkeit). Im Übrigen herrschte selbst auf den kleinsten Wasserstraßen stets reger Bootsverkehr. Uns beeindruckten auch die zahlreichen Geschäfte namhafter Modelabels, die Verkaufsstellen für venezianischer Masken und die Vielfalt aus Muranoglas hergestellten Produkte.

Markusplatz

Mit einem letzten Blick auf die Seufzerbrücke enterten wir beim Einbruch der Dunkelheit die Fähre durch den Canale Grande zurück zum Busterminal, Der Linienbus brachte uns wieder fast zum Hotel zurück. Wir wollten den letzten Urlaubstag nicht ohne Abendessen und beenden, So haben wier noch Pizzi gegessen und diesen schönen Tag nochmals Revue passieren lassen.

Die Bilder des 16. Tages findet Ihr hier.


03.10.2014 - 17. Tag

638km von Mestre nach Nürnberg

Auch heute galt es wieder, zeitig aufzustehen. Es wurde noch kein Ziel festgelegt. Nach dem obligatorischen Frühstücksbuffet machten wir und auf die auf den Weg, um zumindest über/durch die Alpen zu kommen. Zeitersparnis brachte die Autostrada bis an den südlichen Rand der Alpen nördlich von Udine. Doch dann wurde die Rollbahn verlassen und es ging (wiedermal) in die Berge.

Passhöhe vom PlöckenpassMehrere Pässe und Tunnel standen auf dem Programm. Nach Kufstein sollte dann deutscher Boden befahren werden. Aber eins nach dem Anderen. Stetig führte die Straße bergauf, bis sie dann steiler wurde und Serpentinen auf den Plöckenpass führten.Auf der Passhöhe (1.357 m) verläuft auch die italienisch/österreichische Staatsgrenze. Doch wo es den Berg rauf geht, geht es dann auch wieder runter und erreicht den Ort Kötschach-Mauthen im Gailtal.. Der nächste Pass lies nicht lange auf sich warten und wurde ebenfalls gemeistert.

Bezahlen am FelbertauerntunnelDurch das Tal der Drau und einem seiner Nebenflüsse fuhren wir dann über die 14,5 Km lange Südrampe in den auf 1.630 m gelegenen und 5,3 Km langen Felbertauerntunnel unter den Hauptkamm und kamen auf der anderen Seite auch wieder ans Tageslicht.

Irgendwann erreichten wir auch Kitzbühel, nur bekannte Gesichter sahen wir keine. Zur besten Kaffeezeit erwischte und in Kufstein dann der normale Wahnsinn in Form eines Staus. Bloß schnell über die Grenze ohne noch Maut zu zahlen. Aber es dauerte halt seine Zeit.

Endlich in Bayern. Die Autobahn brachte uns dann bis kurz vor Nürnberg. Durchfahren bis Norddeutschland wollten wir nicht. Daher wurde schnell ein Zimmer in Nürnberg gebucht. Hauptsache die Autobahn war in der Nähe. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit wurde eingecheckt und dann ging es ab auf das Zimmer. Abendessen und Frühstück fielen aus. Toll, was wir heute wieder geschafft haben.

Die Bilder des 17. Tages findet Ihr hier.


04.10.2014 - 18. Tag

719km von Nürnberg nach Molfsee

So, dass war die letzte Nacht in fremden Betten und Frühstück gab es auch nicht. Aber so wollten wir es ja. Schnell wurden die Motorräder beladen. Nun merkten wir, dass wir in Deutschland angekommen sind. Alles war nass und kalt. Es konnte im Laufe des Tages ja nur noch wärmer werden. Also fuhren wir los und stoppten an dem nächsten Autohof, befüllten die Motorräder und unsere Bäuche.

Rast an der AutobahnDas Wetter klarte auf und bei Sonnenschein fuhren wir bei geringem Verkehrsaufkommen bis Soltau-Ost, wo sich Thomas verabschiedete. Auch die letzten 170 km bis nach Hause verliefen, bis auf einen Stau bei Neumünster, wenig spektakulär. Doch hier kannten wir uns aus, verließen die Autobahn und fuhren „über die Dörfer“ nach Hause.

Um 17 Uhr wurden die Motoren aus gemacht und die Motorräder abgestellt. Die lange Rückreise (15 Tage) von einem tollen und beeindruckenden Urlaub war nun wirklich vorbei.

Die Bilder des 18. Tages findet Ihr hier.

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