Norwegen / Schweden / Finnland / Russland Tour 2011

Kategorie: Skandinavien Veröffentlicht: Samstag, 26. November 2011 Geschrieben von Timmi

Beitragsseiten

Hallo Leute,

hier findet Ihr die Tagesetappen von unserem Motorrad Urlaub in Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Mit dabei waren R1-Harald, Thomas und ich.

Russland-Vorbereitung
Da man für die Einreise nach Russland ein Visum benötigt und außerdem noch ein paar andere Dinge erforderlich sind, wollte ich diese Informationen auch noch mit euch teilen. Das Visum haben wir über die Firma Baltictravel aus Hamburg organisiert. Das Reisebüro organisierte auch gleich die erforderliche Einladung für das Visum. Die Grüne-Versicherungskarte wurde bei der Einreise auch kontrolliert. Somit solltet Ihr darauf achten, dass Eure auch in Russland gilt, bzw eine extra Versicherung abschließen. Einen D Aufkleber haben wir uns auch ans Moped geklebt, aber ob der nun wichtig war oder nicht kann ich nicht sagen. Einen internationalen Führerschein hatten wir auch dabei. Da wir allerdings nie nach einem Führerschein gefragt worden waren, kann ich auch hier nicht sagen ob dieser erforderlich war. Hilfreich ist er aber ganz bestimmt.

Stecke

Die Beschreibung der einzelnen Tagesetappen findet ihr auf den folgenden Seiten.

Viel Spaß
Timmi


28.06.2011 - 01. Tag

15km Fahrt von Kiel nach Oslo

Nach dem Treffen bei mir, fuhren wir gemeinsam zum Norwegen Kai in Kiel. Dort ging es dann mit der Color Fantasy nach Oslo (Norwegen). Das Schiff war uns ja schon gut bekannt und somit fanden wir uns auch wieder schnell zu recht.


29.06.2011 - 02. Tag

452km von Oslo (Norwegen) nach Hede (Schweden) - Zelt 

Morgens um 10 kommen wir ausgeschlafen und gut genährt in Oslo an. Auf direktem Weg geht es Richtung Schweden. Bei Temperaturen um die 30 Grad überqueren wir die Grenze nach Schweden und suchen uns abends in Hede ein Platz für unsere Zelte.


30.06.2011 - 03. Tag

439km von Hede (Schweden) nach Storuman (Schweden) - Zelt

Sehenswürdigkeiten: Inlandsvägen 

Der Tag startet wieder mit traumhaften Wetter. Die ersten 100km haben wir schnell hinter uns gebracht und machen erstmal Rast in Östersund. Mittlerweile haben wir auch schon die E45, sprich den Inlandsvägen erreicht. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen wie eintönig die Landschaft werden kann. Die Straße geht meistens gerade aus, links und rechts nur Fichten, Kiefern und Birken, Flüsse und Seen und Hochmoore. Ab und zu kommt dann mal ein Ort und das war es dann auch schon. Abends erreichten wir das Örtchen Storuman. Auf dem gut ausgestatteten Campingplatz gab es für uns auch noch ein schönes Plätzchen direkt am See. Da das Wetter so schön war haben wir leider kurze Hosen angezogen und wurden so von einigen Mücken gestochen.


01.07.2011 - 04. Tag

396km von Storuman (Schweden) nach Gällivare (Schweden) - Zelt

Sehenswürdigkeiten: Inlandsvägen , Polarkreis

Nach einem gutem Frühstück am See in Storuman ging es weiter über den Inlandsvägen Richtung Norden. Am Nachmittag erreichten wir den Polarkreis und später unseren Campingplatz in Gällivare. Aufgrund der sehr aggressiven Mücken mußten wir uns frühzeitig in unsere Zelte zurück ziehen.


02.07.2011 - 05. Tag

292km von Gällivare (Schweden) nach Muonio (Finnland)

Sehenswürdigkeiten: Inlandsvägen

Am morgen weckte uns ein leichter Regen. Somit haben wir in der Küche des Campingplatzes gefrühstückt und uns dann auf den Weg Richtung Finnland gemacht. Auf den ersten 3 Kilometern, zur Tankstelle, hat es dann stärker angefangen zu regnen und somit haben wir dann doch die Regenkombies angezogen. Auf dem unspektakulären Weg nach Finnland erwartete uns noch eine 24 Kilometer Baustelle die es wirklich in sich hatte. Am Abend überquerten wir bei Muonio die Grenze nach Finnland und suchen uns gleich eine Unterkunft für die Nacht.


03.07.2011 - 06. Tag

370km von Muonio (Finnland) nach Ivalo (Finnland) - Hütte

Sehenswürdigkeiten: Inari-See

Der erste Tag in Finnland wurde durch gutes Wetter und viele Rentiere geprägt. Das einzige was ich hier erwähnen möchte war die schöne Schotterpiste zum Inari-See und die Rentiere auf unserem Campingplatz.


04.07.2011 - 07. Tag

310km von Ivalo (Finnland) nach Murmansk (Russland) - Hotel

Sehenswürdigkeiten: Murmansk

Nach einem super Frühstück starten wir vollgetankt und mit viel Vorfreude Richtung russischer Grenze. Nach ca. 50km haben erreichten wir den Grenzübergang Raja-Jooseppi. Die Kontrolle der finnischen Grenzer war schnell und problemlos. Somit fuhren wir ein paar Meter weiter zur russischen Grenzkontrolle. Nach dem Ausfüllen des Immigration war die Passkontrolle auch schnell hinter uns gebracht. Nun mussten wir allerdings die Zolleinfuhrerklärung für unsere Motorräder in zweifacher Ausführung ausfüllen. Ausfüllen mussten wir dieses Formular in russisch, aber es gab zum Glück einen deutschen Vordruck als Muster. Nach ca. 2 Stunden war der Grenzübertritt abgeschlossen. Ca. 2km hinter der Grenze erwartete uns dann auch schon die erste Überraschung. Die erste russische Baustelle ohne Asphalt. Die Steine die als Schotter verwendet wurden, wären bei uns wohl noch für einen Bahndamm zu grob! Wenig später erreichten wir den ersten Militärkontrollposten. Nun folgten 250km ohne Häuser und Menschen. Nur Bäume, ein Fluss und viele Schlaglöcher. Gegen 17 Uhr erreichten wir Murmansk und waren überwältigt von der größte der Stadt. Auf direktem Weg ging es dann erst mal zu unserem Hotel. Gut gestärkt sind wir dann um 23:30 zu einer Stadtrundfahrt mit unseren Motorrädern aufgebrochen. Bei schönster Mitternachtssonne haben wir uns die Stadt, den Hafen und ein paar Sehenswürdigkeiten angeschaut. Auch die vielen wodkagestärkten Einheimischen bewunderten wir. Nach 2 Stunden haben wir uns dann wieder in Hotel begeben.


05.07.2011 - 08. Tag

575km :-) :-) :-) von Murmansk (Russland) nach Lakselv (Norwegen) - Hütte

Sehenswürdigkeiten: Kirkenes

Nach einem langen und leckeren Frühstück in unserem Hotel haben wir uns wieder auf den Weg Richtung Kirkenes gemacht. Auf der gesamten Strecke bis zur norwegischen Grenze ist Fotografierverbot und somit gibt es nur ein paar Bilder aus Murmansk und von ein paar Denkmälern die an dien 2. Weltkrieg erinnern sollen. An der Straße nach Norwegen liegen einige Militärbasen. Es ist einfach unglaublich, wieviele Fahrzeuge, Truppentransporter oder Panzer, dort rum standen. Vergleichbar war alles mit den Truppenansammlungen zu DDR-Zeiten vor Berlin. Die Straße führte uns außerdem an riesigen Fabriken und zwei Kontrollposten vorbei. Außer einer Passkontrolle wurde dort aber nicht viel mehr überprüft. Als wir dann am Grenzübergang angekommen waren, ging es dieses mal auch gleich schneller. Wieder mussten wir den Zettel für den Zoll ausfüllen und durften dann noch alle unsere Gepäckstücke öffnen und zeigen, was wir so mit uns führen. Kurz hinter der Grenze erreichten wir Kirkenes. Nach einem kurzem Einkaufsbummel ging es dann weiter Richtung Lakselev. Da die ganzen Campingplätze auf dem Weg nicht mehr existierten, haben wir in der Nähe von Lakselev eine Hütte von einer Jugendherberge gemietet.


06.07.2011 - 09. Tag

426km von Lakselv nach Alta - Hütte

Sehenswürdigkeiten: Nordkap

Nach einer erholsamen Nacht in unserer Hütte sind wir in Richtung Nordkap aufgebrochen. Die Region um das Nordkap ist Rentierzuchtgebiet und somit ist überall mit Rentieren zu rechnen. Vor dem Nordkaptunnel, der pro Motorrad 71NOK kostete, hat der R1-Harald seinen Regenkombi gegen die Kälte angezogen. Bei dem Stopp haben wir auch noch einen Fuchs gesehen. Das Wetter machte nun auch keinen stabilen Eindruck mehr. Je weiter wir in Richtung Nordkap kamen, desto stürmischer wurde es. Das Fahren wurde immer anspruchsvoller und ab und zu gab es ein paar Tropfen. Die gefühlte Temperatur am Nordkap lag bei ca. 0 Grad. Es war wirklich Schweine-Kalt. Nach dem Rundgang und ein paar Souvenirs habe wir uns entschlossen, wieder Richtung Festland zu fahren. Dort wurde das Wetter auch mit jedem Kilometer besser. Während der Fahrt haben wir dann auch noch Schweinswale gesehen. Am Abend erreichten wir Alta und uns dort auf einem heruntergekommenen Campingplatz in eine Hütte genommen.


07.07.2011 - 10. Tag

346km von Alta nach Birtavarre - Hütte

Sehenswürdigkeiten: Alta, Canyon, Alta Museum

Der herruntergekommende Zeltplatz hatte uns nicht geschadet. Nach der anstrengenden letzten Tagesetappe schliefen wir sehr gut und standen erholt auf. Für heute hatten wir einen festen Plan, denn wir wollten in der Nähe von Alta einen Canyon sehen und das Museum in Alta mit seinen alten Felsmalereien stand ebenfalls auf dem Plan.

Auf ging´s Richtung Canyon in die angrenzenden Berge. Wir hatten herausgefunden, dass es keine direkte Straße zum Canyon geben sollte, Also fuhren wir immer weiter in die Berge. Der Canyon sollte im nächsten Tal, so teilte es uns ein Ranger des Parks mit, nach einem 45-minütigen Fußmarsch zu erreichen sein. Aber welcher Motorradfahrer wandert schon gerne. Wir jedenfalls nicht. Die Straße wurde immer schmaler und nach etlichen Kilometern stoppte ein Schlagbaum unsere Weiterfahrt. Bei einer Beratung und Zigarettenpause (für R1-Harald) hörrten wir in der Luft Schreie. Neugierig sahen wir in den blauen Himmel. und entdeckten ei Adlerpärchen, dass aufgeregt über uns kreiste. Offensichtlich störten wir Eindringlinge die Aufzucht der Jungen. Daher beschlossen wir, den Adlern wieder ihre Ruhe zu gönnen und nach Alta zurückzukehren. Den gesuchten Canyon hatten wir nicht gefunden, aber die gewonnenen Eindrücke der Suchtour entschädigten uns.

Am Ende des Ortes Alta befand sich das Museum. Wir waren erstaunt, wie viele Reisebusse mit Touristen auf dem Parkplatz des Museums standen. Also rein in das Gewühl, Eintrittskarten kaufen und auf Kultur machen. Die Felsmalereien waren auf einem einstündigen Rundgang über des Freigelände des Museums zu bewundern. R1-Harald hatte keine Lust, für die alten Kritzeleien auch noch zu bezahlen und einen langen Fußmarsch zu machen. Nachdem R1-Harald einige Exponate in Eingangsbereich sah, verabschiedete er sich mit den Worten: "Nur Narrenhände beschmieren Tisch und Wände, ich leg´mich in die Sonne, trinke lieber Kaffee und relaxe, bis später." Den Rundgang durften Timmi und Thomas dann alleine vornehmen. Erschöpft von dieser wider Erwarten anstrengenden Tour kehrten Timmi und Thomas zum vereinbarten Treffpunkt (Kinderspielplatz) zurück und staunten nicht schlecht, als sie R1-Harald auf einer Bank in der Sonne sahen und hörten. R-Harald schlief tief und fest. Nach dem Wecken und dem Bericht über die Museunstour meine R1-Harald, dann doch alles richtig gemacht zu haben.

Es ist schon spät geworden, der Wind frischte auf und die Temperaturen fielen am frühen Nachmittag. Aber wir wollten ja noch weiterfahren. Mal sehen wie weit wir noch kommen, es ist ja lange hell im Norden. Über die E 6 führte der Weg bei stahlendem Sonnenschein entlang der bezaubernden Fjordlandschaft nach Birtavarre. Wir wollten gar nicht so weit fahren, aber die letzten 100 Km fanden wir weder Zeltplätze noch Hütten. Kurz vor 23.00 Uhr stellten wir die Motorräder vor der gemieteten Unterkunft ab, genossen das übliche Abendessen und nahmen diesmal noch einen Schlummertrunk zu uns.

Die einen sehen nach Alkoholgenuss weiße Elefanten, wir sahen vor unserer Hütte eine Elchkuh und das war keine Halluzination, sondern das Vieh war real. Wir versuchten, die Elchkuh für ein Gruppenfoto "einzufangen", aber das Tier flüchtete vor unserer Alkohlfahne. Frauen mögen eben keine angetrunkenen Männer. Für ein paar Fotos reichte es dennoch. Nun ging es in die Penntüten und wir waren gespannt, was morgen alles auf uns zukommt.


08.07.2011 - 11. Tag

351km von Birtavarre nach Fosseng - Hütte

Sehenswürdigkeiten: Tromsø

Aufstehen, frühstücken, packen und losfahren ist inzwischen Routine. Auch die Streckenführung (Berge, Tunnel, Fjorde) brachte nichts neues. Also machten wir uns auf den Weg nach Tromsö. Irgendwann verließen wir die E 6 Richtung Norden. Je näher wir nach Tromsö gelangten, um so schlechter wurde das Wetter. Nicht nur, dass wir wiedermal für eine Brücke Maut entrichten mussten, der einsetzende Nieselregen gab uns Veranlassung, in die Regenkombies zu schlüpfen. In Gummi gehüllt erreichten wir Tromsö. Die Brücken (ohne Maut), die ins Zentrum führten, waren schon gigantisch. Nachdem wir einen Parkplatz fanden, schien wieder die Sonne und die Ganzkörperkondome wurden ausgezogen.

Zu Fuß erkundeten wir die Innenstadt mit einem malerischen Hafen, einer netten Fußgängerzone (Tromsö ist Universitätsstadt und entsprechend viele junge Menschen waren anzutreffen) und einem modernen Einkaufszentrum, wie es in jeder größeren Stadt vorhanden ist. Weitere Sehenswürdigkeiten sollten bei WIKIPEDIA recherchiert werden.

Aber nun mußten wir weiter, wieder über eine der riesigen Brücken und dann ins unterirdische von Tromsö. Irre, was unter der Erde an Straßen, Kreuzungen und Kreisverkehren aus den Felsen herausgehauen wurde, aber es funktioniert. Über eine der vielen Fährverbindungen und kleineren Nebenstraßen gelangen wir wieder auf die E 6. Wir fuhren Richtung Narvik. Irgendwann begann die tägliche Übung mit Einkaufen und Zeltplatz suchen. Wir wollten auf die Lofoten, also stoppten wir auf einen Campingplatz in Fosseng.

Hier machten wir die Erfahrung, dass sich Norwegen, Schweden und Finnland nicht unterscheiden. Auch hier gab es viele aggressive Mücken und nette Motorradfahrer aus "Old-East-Germany". So long, see You tomorrow.


09.07.2011 - 12. Tag

332km von Fosseng nach Brustranda - Zelt

Sehenswürdigkeiten: Lofoten, Svolvær

Tja, die lieben Mücken. Unter der Dusche wurde mir so langsam klar, was mir gestern Abend widerfahren war. Mein ganzer Rücken war überseet mit Mückenstichen. Naja ändern könnte ich es nun nicht mehr. Somit ging es nach dem Frühstück weiter Richtung Lofoten.
Eine schöne Straße führte uns immer weiter hinaus auf Nordmeer bis wir letztendlich die Lofoten erreichten. Mit ca. 25 Grad hatten wir es mal wieder richtig kuschelig und wir machen am ersten Schild mit unserem Ziel Å halt.

In Svolvær, der Hauptstadt der Lofoten, machten wir dann mal wieder Pause. Es ging zu Touristen Information und zum zum Einkaufen für den Abend. Als ich auf dem Weg zu unserem Nachtlager hinter Thomas fuhr, fiel mir so ein weißer Fleck auf seinem Reifen auf. Wie sich bei der nächsten Zigarettenpause herausstellte, konnte man schon das Gewebe bei seinem Reifen sehen.

Somit gab es neben dem normalen Abendprogramm, ach ja wir haben Bier geschenkt bekommen, noch ein weiteres Thema. Wie lange können wir noch mit dem Reifen fahren?

Wir entschieden uns dafür, die 160km bis Moskenes zu fahren und dort die Fähre nach Bodø zu nehmen.


10.07.2011 - 13. Tag

189km von Brustranda nach Bodø - Zelt

Sehenswürdigkeiten: Lofoten, Reine, Å

Am nächsten Morgen brachen wir auf um die letzten 160km bis Moskenes unter die Reifen zu bringen.
Das Wetter zeigte sich mal wieder von seiner besten Seite. Auch die Lofoten gehören zu den Highlights in Norwegen. Wir kamen an endlosen und leeren Sandstränden und wunderschönen Buchten vorbei. Aufgrund der Reifensitutation von Thomas haben wir uns die schönen Abstecher von der Hauptstraße gespart.

Auf unserem Weg nach Moskenes kamen wir noch durch Reine. Es war wie im Bilderbuch. Ein wirklich perfektes Panorama von diesem wunderschönen Ort. (siehe Bilder in der Galerie). Es gab aber immer noch ein Ziel, ein sehr wichtiges Ziel, auf den Lofoten.
Ein Foto mit dem Ortsschild von Å.
Aber erstmal mußten wir duch Moskenes fahren, um dann endlich vor dem berühmten Schild zu stehen.

Nun hieß es aber umdrehen und am Fähranleger in Moskenes ein Platz für die Überfahrt nach Bodø zu bekommen. Dieses war wieder erwarten überhaupt kein Problem. Die nächste Fähre war schon unsere. Am Fähranleger lehrnten wir dann noch einen Ducati Fahrer aus Schottland kennen. Der, im Gegensatz zu uns, sehr spatanisch reiste.

Nach vier Stunden Überfahrt auf einer doch recht schönen Fähre erreichten wir Bodø. Da es Sonntag war, schauten wir uns noch ein wenig in der Stadt nach Motorradläden um, bis wir letztendlich von einer netten Deutschen, die in Norwegen lebte, auf einem Parkplatz aufgelesen wurden.
Diese eskortierte uns noch bis zu unserem Nachtlager. Wie schön öfters auf unserer Reise, lag auch dieser Campingplatz direkt neben der Landebahn des Flughafens Bodø. Achja, das Militär ist auch dort stationiert. Aber ich könnt euch sicher denken das eine F-16 beim starten nicht geräuschlos ist. ;)


11.07.2011 - 14. Tag

68km Bodø - Zelt

Sehenswürdigkeiten: Saltstraumen

Dank an das Königreich Norwegen. Eine solche aufwendige Begrüßung hätten wir nicht erwartet. Woher wußtet ihr nur, dass ein Namensvetter eures Königs in Bodø anwesend war? Aber bitte lasst uns doch das nächste mal ausschlafen. Auch erst um 10:00 Uhr wären die Salutschüsse und die Begrüßungsforfmation der F-15 Jäger über dem Zeltplatz für uns angemessen gewesen.

Na gut, wir hatten eh volles Programm und sind euch nicht böse. Thomas und Timmi machten sich nach dem Frühstück auf den Weg, für Thomas neue Reifen zu besorgen. R1-Harald bewachte die Zelte. Unsere Befürchtung war, ob und wie schnell ein Satz Reifen für die BT 1100 beschafft werden könnte. Wir rechneten mit bis zu drei Tagen, sahen es aber ganz entspannt, da wir gut in der Zeitplanung lagen und, wenn es sein sollte, innerhalb von drei Tagen direkt nach Oslo fahren könnten.

Gegen Mittag (das gab es auch heute nicht - warm auch) kamen Thomas und Timmi von ihrer "Shoppingtour" zurück, strahlten und erklärten, dass bei einem Reifenhändler "gleich um die Ecke" um 15:00 Uhr die Reifen zum Einbauen bereit liegen würden. Nur die Räder müssten wir selbst ein- und ausbauen. Aber was soll´s, wir waren ja zu dritt und es wird auch ohne Hauptständer schon klappen.

Bodø - 14:30 Uhr - das Wetter ist bedeckt - leichter Wind - Regemwolken am Himmel - die Maschinen werden gestartet - Thomas seine Reifen halten bis zur Werkstatt.

Aber nun, wie kriegen wir die Räder as dem Bock? Nach kurzem Überlegen und mit Hilfe der Werkstatt hatten wir die Lösung. Tragegurte unter das Motorrad and über die Ausleger der Hebebühne fixieren, alles anheben und schrauben. Unsere Arbeitsteilung sah so aus, Thomas passt auf sein Motorrad auf, R1-Harald fotografiert und Timmi schraubt. Was sich beim Hinterrad bewährte ist auch beim Vorderrad gut.

Um 16 Ur war alles erledigt, nur Thomas sah nicht gerade glücklich aus. Die Reifen waren doch sehr teuer. Erst die Argumente, dieses war die günstigste Lösung, und ein Unfall "in der Pampa" wäre teurer und auch ungesünder, erzeugte wieder ein Lächeln in seinem Gesicht.

Und die Moral von der Geschicht, fahr mit abgefahrenen Reifen in den Urlaub nicht.

Vorm Abendessen, dass wir und diesmal redlich verdient hatten, nutzen Timmi und Thomas noch die trockenen Straßen, um die neuen Reifen anzufahren.


12.07.2011 - 15. Tag

364km von Bodø nach Stokka - Hütte

Sehenswürdigkeiten: Küstenstraße Fv17, Saltstraumen

So, alles, wider Erwarten schon gestern, erledigt. Mit den neuen Reifen konnte es nun weiter Richtung Oslo gehen. Gemäß der ursprünglichen Planung sollte die Route über die E 80 und der E 6 in den Süden gehen. Auch die Wetterprognose der nächsten Tage für das Landesinnere versprach Sonnenschein, Wärme und Trockenheit. Somit verließen wir Bodø zum nächsten Fixpunkt, den Saltstraumen. Sehr beeindruckend, von einer hohen Brücke aus, konnten wir den Austausch der Wassermassen durch die schmale Meerenge mit dem dahinter liegenden Fjord erstaunen. Baden gehen wollte hier keiner von uns.

Was jetzt? R1-Harald war erstaunt, dass es nicht wieder zurück zur E 80 un dann über die E 6 Richtung Süden gehen sollte. Stattdessen nahmen wir die Rv 17, eine gut ausgebaute Küstenstraße. Die RV 17 wird von einer Vielzahl von Fähren, die Bestandteil der Route sind, unterbrochen. Kostenpflichtiges Inselhüpfen war daher angesagt. Aber es kam noch schlimmer. Auch diesmal hatte die Wettervorhersage Recht behalten und bald stellte sich der fürs Küstengebiet vorhergesagte Regen ein - wer nicht hören will, muss fühlen. Die Berge verschwanden in den Regenwolken und wir waren jedesmal froh, wenigstens auf den Fähren ein Dach übern Kopf zu haben. Den Polarkreis überquerten wir auf dem Schiff.

Irgendwann wurde das Wetter wenigstens trocken und wir beschlossen, noch ordentlich Kilometer zu reißen. Was weg ist, ist weg. Von Bjørn aus wollten wir die letzte Fährverbindung nehmen, um dann in Sandnessjøen einen Zeltplatz zu suchen. Kaum hatten wir die schöne Hafenstadt hinter uns, setzte ein Wolkenbruch ein. An zelten war nicht mehr zu denken. Am Flughafen Stokka fanden wir dann endlich eine Hütte, die uns wie ein Fünf-Sterne-Hotel vorkam. Nein, diese Anlage war wirklich gut ausgestattet und sehr sauber. Wir hatten auch viel aus dem Fenster zu beobachten, da in unmittelbarer Nähe die landenden Flugzeuge auf die Landebahn des Regionalfughafens aufsetzten. Gute Nacht, bis morgen.


13.07.2011 - 16. Tag

427km von Stokka nach Malvik - Zelt 

Wollten wir wirklich aufstehen und losfahren? Nein, denn es regnete noch immer! Aber irgendwo im Süden soll ja die Sonne scheinen. Doch die Rv 17 führte zwar in den Süden, aber nicht ins Landesinnere. Wären wir in Bodø doch bloß nach der Wetterkarte statt der Straßenkarte gefahren. Zum Glück gab es auch auf dieser Etappe mehrere Fährverbindungen. Bein nächsten Fähranleger gab es zwei Möglichkeiten: 1. Fähre - Straße - Fähre oder 2. über eine längere Fährverbindung mit Umsteigen auf der Insel Vega länger im Trockenen zu bleiben. Nun ratet mal, welchen Weg wir nahmen.

Nach längerer Schifffahrt mußten wir doch wieder auf die Straße. Die Regenwolken hatten sich in den Bergen festgesetzt und wir kamen nicht aus den Bergen raus. Irgendwann war uns alles zu blöd und wir fuhren von der Rv (steht wohl für Regenvariante) 17 ins Landesinnere zur E 6. Die norwgergischen Straßen haben alle, bedingt durch die Schneepflüge in Wintereinsatz, alle Längsrillen. Besonders bei Nässe war das Fahrverhalten unserer Motorräder dementsprechend. Die GS 1150 hatte keine Probleme, die BT 1100 lag noch recht stabil, aber das Fahrwerk der Diversion entwickelte ein Eigenleben. So muß es früher auf Kawa´s erster Z 900 gewesen sein.

Auf der Rollbahn E 6 machte im Trockenen das Fahren wieder Spass und kurz vor Trondheim errichteten wir in Malvik direkt an einer Eisenbahntrasse unser Nachtlager.


14.07.2011 - 17. Tag

382km von Malvik nach Ålesund - Zelt

Sehenswürdigkeiten: Ålesund

Musste das sein, schon wieder Sonne und blauer Himmel. Auch die Bahnlinie neben den Zelten (Zubringer zum Airport Trondheim) versorgte uns nachts nach den Zeltplätzen neben Flughäfen mit einer beruhigenden Geräuschkulisse. Schade, aber wir müssen weiter, denn es sollte auf dem Schnellsten Weg über Bud und Molde nach Ålesund gehen. Doch zuerst war Trondheim dran. Hier sollten wieder Menschen rumlaufen und auch die Stadt als solche sei, so publizierten es Reiseführer, sei sehenswert.

Über die Einflugschneise E 6 (Motorräder zahlen keine Maut) erreichten wir Trondhein. Alle Informationen stimmten. Auf den Straßen bewegten sich viele Menschen männlichen und weiblichen Geschlechts. Schön dass letzteres dem warmen Wetter zuliebe angemessene Kleidung trugen. Ein großes graues Haus mit zwei Türmen und einem Garten war auch da. Komisch, nach Zahlung von Eintrittsgeld konnte dieses Musterhaus auch von innen besichtigt werden. Wir haben alles nicht verstanden. Auf Nachfrage erklärte man uns später, dass dieses der Dom mit einem Ehrenfriedhof ist.

Da wir uns in der großen fremden Stadt nicht auskannten, folgten wir mit wenig Abstand dem Hüftschwung einheimischer Menschen, die der Spezies "lange Haare, kurze Röcke" angehörten. Sicher wurden wir in die Altstadt geführt. Obwohl dort alles im 15. Jahrhundert erbaut wurde, befand sich die Bausubstanz in einem neuwertigen Zustand.

Aber was soll´s, wir mussten ja nach Ålesund, also rauf auf die Startbahn (E 6) und weiter. Hinter Trondheim ging es über die E 39 weiter. Irgendwann hielt das erste Motorrad an und der Fahrer äußerte sich wie folgt: "Wir haben saugeiles Wetter und liegen gut in der Zeit. Was haltet ihr davon, noch einen Umweg zu fahren. Nie wieder wird man bei solchem Wetter den Atlantik-Highway befahren können!!!!" Die anderen beiden grinsten und stimmten zu. Alle Planungen übern Haufen geworfen, fuhren wir nun Richtung Kristiansund und Atlantik-Hihgway. Doch diese Sonderrunde kam uns teuer zu stehen. Nach dem Nordkaptunnel und dem Nordkap hatte diese Etappe die höchste Dichte an Mautgebühren (Brücken und Tunnel).

Aus Trotz haben wir in der romantisch gelegenen Hafenstadt Kristiansund nicht angehalten, denn wir wollten dort nicht auch noch Geld lassen. Schließlich waren die vielen kleinen Insel mitten im freien Nordmeer und die Verbindungsbrucken unser Ziel. Bald konnte man dieses Naturwunder, verbunden mit menschlicher Ingeneurskunst, bestaunen. Liebe Leserinnen und Leser, die Fotos sprechen für sich.

In der Rosensstadt Molde, Bud haben wir nicht erreicht, legten wir eine kurze Pause (warten auf die Fähre) ein, setzten über und fuhren dann Richtung Ålesund. Plötzlich saß uns die Zeit Im Nacken, denn irgendwie hatten wir uns vertrödelt und auch noch nichts fürs Abendessen eingekauft. Hart am Geschwindigkeittslimit ging s über die E 136 nach Ålesund. In dem größten bisher gesehenen Supermarkt in einen modernen Vorort von Ålesund sollte das Abendessen (u.a. auch Brot) besorgt werden. Leider hatte der Supermarkt keine Brotschneidemaschine und so ging es ohne Verpflegung weiter. Kurz vor 22:00 Uhr erreichten wir Ålesund, stürmten mit Ende der Ladenöffnungszeit den erst besten Shop, erledigten unsere Einkäufe und der Abend war gerettet. Logisch, dass wir auch in Ålesund einen Zeltplatz fanden und mit Einbruch der Dunkelheit noch die Zelte aufgebauten.


15.07.2011 - 18. Tag

155km von Ålesund nach Geiranger - Zelt

Sehenswürdigkeiten: Ålesund, Aksla, Atlantikpark, Geirangerfjord, Geiranger, Adlerstraße, Knuten

Da wir gestern ein paar spontane Sonderkilometer zurücklegten, ließen wir es heute gemütlich angehen. Schließlich war das Etappenziel Geiranger, und das liegt "hinter den nächsten Bergen". Ausgeschlafen und mit vollem Bauch erklommen wir (natürlich nicht zu Fuß) den Aussichtspunkt Aksla mit einem Rundumblick auf die verschiedenen Stadtteile und Inseln von Ålesund. Dank des Ausflugsprogramms der "Costa Marina" erhielten wir auch noch einen historischen Vortrag über Ålesund. Aber irgendwann reicht es und wir machten unsere eigene Stadtrundfahrt, die im örtlichen Aquarium "Atlantikpark" endete.

Neben wenigen Schaubecken mit tropischen Fischen beherbergte das Aquarium hauptsächlich die Flora und Fauns des Nordmeeres. Neben kleineren Becken waren die riesigen Aquarien mit den verschiedenen Rochen, Seewölfen, Kabeljau, Seelachsen, Heit- und Steinbuttarten und auch kleineren Haien umwerfend. Aber wo kamen die Humboldpinguine in der Aussenanlage her. Die müssen sich verirrt haben.

Am frühen Nachmittag sattelten wir die Hühner - ach ne, die Motorräder - und cruisten über die E 135 und Rv 60 nach Hellesylt, dem Eingang zum Geirangerfjord. Wie immer ging es bergauf und bergab, mal links ein Fjord, mal rechts ein anderer. Auch die beeindruckenste Landschaft kann nach 2 Wochen eintönig werden. So sind die Menschen halt.

Gerade deshalb wollten wir auf dem Seeweg in die Ortschaft Geiranger gelangen. Wir buchten eine Mini-Kreuzfahrt auf eine der Fähren und ließen und per Schiff durch den maximal 1200 m breiten Geirangerfjord
transportieren. Bei sonnigem Wetter mit blauem Himmel wirkten die steilen Felswände mit ihren imposanten Wasserfällen noch gewaltiger als wenn nach über die Adlerstraße nach Geiranger (kannten wir vom letzten Jahr) gelangt.

Vom Schiff aus erspähten wir einen fast leeren Campingplatz und machten uns nach dem Anlegen des Schiffes ohne Pause dorthin auf den Weg. Selbstverständlich wollten wir eine Schlafstelle mit Fjordblick direkt am Wasser. Hat ja auch funktioniert und wir konnten am späten Nachmittag mit unseren zur Routine gewordenen Programm beginnen.


16.07.2011 - 19. Tag

280km von Geiranger nach Gaupne - Zelt


Sehenswürdigkeiten: Sognefjellsveien, Luster, Nigardsbreen

Ganz ruhig ließen wir es heute angehen. Schließlich erwachten wir an einem der bekanntesten Fjorde Norwegens, der seit 2005 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt.. Unser erster Blick galt dem Fjord. Beim Frühstück "in der ersten Reihe" warteten wir auf die angekündigten Kreuzfahrschiffe. Nach und nach kamen die Saga Ruby, die aus Alesund uns bekannte Costa Marina und dann auch noch die Ocean Princess. Eine Zeit lang wurde überlegt, ob wir in dieser einmaligen Kulisse nicht auf die Queen Marry warten sollten. Da wir dann allerdings auf dem schnellsten Weg an einem Tag nach Oslo hätten zurückfahren müssen, verwarfen wir den Plan. Wir hatten schon genug Glück mit dem Wetter und bei Regen unter Zeitdruck wäre die Etappe kaum zu schaffen.

Zufrieden packten wir gegen Mittag unsere Sachen und machten uns auf dem Weg Richtung Gaupne. Der Ort Geiranger und die Serpentinenstrasse Richtung Dalsnippa war von den Kreuzfahrttouristen überlaufen. Wir fuhren über die Rv 63 und und E 15 durch die typische Fjelllandschaft an Seen mit glasklarem Wasser vorbei. Die E 15 verläuft in weiten Bögen parallel zu einem schnell fließenden Gebirgsfluss. In Lom wurde wieder für das Abendessen eingekauft, dann bogen wir auf die Rv 55 ab und schraubten uns über das Songefjell auf 1.500 Höhe. Die Gletscher reichten fast bis an die Straße und schimmerten dank der Sonneneinstrahlung bläulich.

Wer bergauf fährt muss auch wieder runter, zumal das Ziel Gaupne an einem Nebenarm des Sognefjords liegt. Auch die Bergabpassage mit bis zu 12% Gefälle war für norwegische Verhältnisse gut ausgebaut. und sie Serpentinen brachten uns wieder auf Meereshöhe. Das immer wiederkehrende abendliche Ritual (Zeltplatz suchen, Zelt aufbauen, essen und trinken, schlafen) konnte wieder beginnen.


17.07.2011 - 20. Tag

275km von Gaupne nach Sørum - Hütte

Heute wollten wir über die E 16 bis kurz vor Oslo fahren. Das Wetter schien so, als würde es trocken bleiben. Also nix wie los zur Fähre über den Sognefjord. Schon in einem Tunnel wurden mehrere Fahrspuren geteilt, da der Fähranleger unmittelbar nach dem Tunnel lag. Nach dem Übersetzen fuhren wir die E 16 Richtung Oslo. In einer kleinen Ortschaft (Abzweig der Rv 52) stand ein großes oranges Schild mit norwegischen Buchstaben. Thomas und Timmi erkannten sofort, dass von der E 16 wegen einer Baustelle der Verkehr Richtung Oslo über die Rv 52 umgeleitet wird. Da R1-Harald aber nicht lesen kann, fuhr er einfach die E 16 weiter. Thomas und Timmi mussten ihn dann verfolgen und wieder einfangen.

Das Wetter wurde immer stürmischer und es setzte Starkregen ein. Irgendwann erkannte R1-Harald die Bedeutung des orangen Schildes, nämlich als er bei dem Mistwetter wieder mal 30 Km Baustellen-Schotterpiste hinter sich hatte. Aber da musste er sich durchbeißen. Hinter der Baustelle waren alle drei wieder vereint und fuhren gemeinsam weiter Richtung Oslo. Schade eigentlich, dass das Wetter nicht mitspielte, den die ganze Strecke war landschaftlich sehr abwechslungsreich und reizvoll.

Bei einer Regenpause in Fragernes (alle waren fix und fertig) beschlossen wir, uns eine Hütte zu suchen und hofften dann, am letzten Tag gut nach Oslo zu gelangen. So haben wir dann nach langer Suche endlich eine Hütte in Sørum gefunden. Endlich die nassen Klamotten aus, Essen und relaxen. Die Durchhalte-parole "morgen scheint die Sonne" ließ und gut schlafen.


18.07.2011 - 21. Tag

132km von Sørum nach Oslo

Sehenswürdigkeiten: Oslo, Frognerpark, Vigeland-Skulpturenpark, Bygdøy

Nachdem uns frühmorgens der Wecker aus dem Schlaf gerissen hatte, galt unser erster Blick aus dem Fenster dem Himmel und unsere Gesichter strahlten wie die Sonne am blauen Himmel. Also schnell frühstücken, packen und bei trockener Straße ab zur Fähre. Die ersten Regentropfen erwischten uns in Oslo und zwangen uns wieder in die Regenkombies, Aber was soll´s, wir hatten es geschafft. Thomas und Timmi haben sich noch dem Vigeland-Skulpturenpark angesehen. R1-Harald fuhr direkt zur Fähre.

Nachdem wir alle im Terminal eingecheckt hatten und auf das Boarding warteten, haben wir viele Motorradfahrer wieder getroffen, mit denen wir uns auf unserer Tour unterhalten hatten - so klein ist die Welt. Die Fähre war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Die Überfahrt war ruhig und abends haben wir "mit den neuen Kumpels" die Urlaubserlebnisse ausgetauscht. Danach ging es ab in die Kojen, denn nächsten Morgen mussten wir von Bord.


19.07.2011 - 22. Tag

Ankunft in Kiel

Heute galt es rechtzeitig aufzustehen, um das ausgiebige Frühstücksbuffet zu genießen. Das war schon eine andere "Hausnummer" als die Frühstücksverpflegung unterwegs. R1-Harald schlief lieber länger. Pünktlich um 10:00 Uhr machte die Fähre in Kiel fest. Aber es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis wir den Norwegenterminal verlassen konnten und (endlich wieder) im Stop and Go aus Kiel herauskamen.. Die letzten 15 km haben wir dann locker geschafft und wurden in Molfsee herzlichst willkommen geheißen.

Somit ging ein toller Urlaub mit sehr vielen Eindrücken, die noch lange nachwirken werden, zu Ende.
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